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Sommerausstellung: Geflohen und Geblieben – Alexej von Assaulenko (1913-1989)

Frau im Bikini
Studie: Figur im Badeanzug am Wasser, 1945, Öl auf Sperrholz (Bildnachweis: Alexej von Assaulenko-Kulturstiftung, Plön)

Am Samstag, den 6. Mai 2017 wird im Heimatmuseum Preetz um 11 Uhr die neue Sonderausstellung „geflohen und geblieben – Alexej von Assaulenko (1913-1989)“ eröffnet. Sie läuft bis zum 10. September 2017.

Alexej von Assaulenko wurde 1913 in Lubny/ Ukraine geboren, studierte an der Kunstakademie St. Petersburg Malerei und kam nach dem II. Weltkrieg nach Plön. In Plön lebte und arbeitete er als Künstler bis zu seinem Tod im Jahre 1989. Plön blieb zeit seines Lebens sein Lebensmittelpunkt, auch wenn er 1957 einen Zweitwohnsitz in Rheine erwarb und viele Studienreisen ins Ausland unternahm. Assaulenko blieb stets der gegenständlichen Malerei treu und widmete sich, obwohl er nahe zu alle malerischen Techniken beherrschte, vornehmlich der Landschafts- und Porträtmalerei. Seine Ölgemälde bereitete er systematisch durch Studien in Pastell, Kohle- oder Aquarelltechnik vor.

In der Ausstellung durchstreift der Betrachter unsere Landschaft und begegnet dem Künstler als hervorragenden Porträt- und Stilllebenmaler. Seine großen Themen waren der Mensch und die Natur. Er selber sagte über seine Landschafts- und Porträtmalerei: „Landschaften sind gewissermaßen der zweite Teil meiner Seele, mehr der poetische Teil, Porträts und Bildnisse sind mehr der psychologische Teil.“¹

In einem Raum werden zudem die schnellen Aquarelle vorgestellt, die der Künstler während seiner Zeit in der „Schule des Sehens“ von Oskar Kokoschka fertigte.

Die Exponate der Sommerausstellung „Geflohen und Geblieben – Alexej von Assaulenko (1913-1989)“ stammen aus der im Jahre 1992 in Plön gegründeten „Alexej von Assaulenko Kulturstiftung“, die einen umfassenden Teil des Künstlernachlasses verwahrt. Finanziell unterstützt wird die Ausstellung dankenswerterweise durch die Förde Sparkasse.

Deckenbretter aus Preetzer Bürgerhaus gerettet

Im Jahr 2013 wurde das historische Haus Markt 9 in Preetz abgebrochen. Das Haus stand nicht unter Denkmalschutz. Klaus Schöllhorn hatte die Genehmigung vom Eigentümer erhalten, den Abrißss fotodokumentarisch zu beobachten und evtl. Funde zu  bergen. Durch die akribische fotografische Erfassung konnten der Bau und die Baugeschichte des Hauses nachvollzogen  werden. Sie liegt im Heimatmuseum Preetz als wichtige Dokumentation eines großbürgerlichen Preetzer Hauses ab Ende des siebzehnten Jahrhunderts bis heute vor.
Die breiten, erhaltenen bemalten Deckenbretter, die einst jeden Raum im Obergeschoss des Hauses zierten, sind erhalten geblieben und wurden dem Museum von Klaus Schöllhorn geschenkt. Er gestaltet jetzt gemeinsam mit Dirk Reimers die Neukonzeption des Eingangsbereiches im Museum.
Die Halterung der Bretter ist mit Unterstützung der Preetzer Werkstätten entwickelt und gefertigt worden. Die Pulverbeschichtung der Halterung ist von der Firma von Würzen gesponsert worden.

Wiederentdeckt: Historisches "Preetzer Zimmer"

Restaurator Lothar Hoffmann, Bürgermeister Björn Demmin, Heinke Heintzen, Dr. Michael Paarmann (v.l.)
Restaurator Lothar Hoffmann, Bürgermeister Björn Demmin, Heinke Heintzen, Dr. Michael Paarmann (v.l.)

Am 9. Dezember 2016 konnte im Beisein von Bürgermeister Björn Demmin, dem Landeskonservator Michael Paarmann, dem Restaurator Lothar Hoffmann und der Vorsitzenden des Heimatvereins Preetz u.U., Heinke Heintzen sowie Mitgliedern des Vorstandes und Sponsoren, das „Historische Zimmer“ , der Stadt Preetz, als Eigentümerin des Hauses, und den Bürgern selbst übergeben werden.
Dieser Raum ist für Preetz von besonderer Bedeutung, handelt es sich doch um das wohl letzte original erhaltene und ausgestattete Zimmer aus der Zeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als die damaligen Eigentümer größere Veränderungen am Haus vornahmen. Als jetzt unter vielen Farb- und Tapetenschichten und dem alten Teppichboden sein wahres historisches Bild wieder zum Vorschein kam, war das für Landeskonservator Dr. Michael Paarmann Grund genug, gleich das ganze Haus unter Denkmalschutz zu stellen.
Es wird für dieses prachtvolle Zimmer viele Möglichkeiten geben, es sinnvoll zu nutzen, sei es für kleine Veranstaltungen der Stadt oder des Museums selbst.

Öffnungszeiten

 

Mittwoch

Samstag

Sonntag

15.00 - 17.00 Uhr

 

Eintrittspreise

 

Erwachsene: 3,00 Euro
Kinder:          kostenfrei
Familien:      4,00 Euro
Gruppen:      20,00 Euro

Heimatmuseum Preetz
Mühlenstraße 14
24211 Preetz
Telefon: (0 43 42) 18 88 (Anrufbeantworter)
E-Mail: info@museum-preetz.de