Aktuelle Informationen

Hexenverfolgung geht in die 2. Auflage

Der Heimatverein Preetz hat im Jahre 2018 einen Sonderband III „aus Preetzer Geschichte“ mit dem Titel „Die Hexenverfolgungen im Herrschaftsgebiet des Adeligen Klosters zu Preetz im 16., 17, und 18. Jahrhundert“ veröffentlicht. Autor ist Herr Jens Meyer aus Preetz.

Diese erste Auflage ist inzwischen vergriffen. Da inzwischen viele Anfragen und Bestellungen an den Heimatverein herangetragen worden sind, hat sich der Vorstand entschlossen, eine 2. unveränderte Auflage mit 100 Exemplaren aufzulegen. Dank vieler privater Spenden konnte der Nachdruck in Angriff genommen werden.

Bereits im Jahre 2018 hat der Verein dieses Buch auf dem Schleswig-Holsteinischen Geschichtstag vorgestellt.

Dieser Sonderband ist in den Preetzer Buchhandlungen zu einem Preis von 7,00 € erhältlich.

100 Jahre Johanna Brandt - ein Leben für die Archäologie

Mit einer Sonderausstellung würdigt das Heimatmuseum Johanna Brandt. Sie war eine Archäologin, die sich nicht scheute mit Pumps und hellem Kleid in ein Baggerloch zu steigen, um dort nach wichtigen Zeugnissen der Preetzer Vergangenheit zu graben. Äußerliches Kennzeichen war ihre kleine Maurerkelle, mit der sie Scherben, Knochen, Bohlen, usw. zu Leibe rückte.

Aufgrund ihrer Hartnäckigkeit gibt es das Museum, das ohne sie wohl nicht zustande gekommen wäre. Die Ausstellung wurde so konzipiert, dass möglichst authentisch die Leidenschaft von Johanna Brandt für ihr Fachgebiet vermittelt will. Unvergessen sind ihre Ausgrabungen auf dem Urnengräberfeld, dem Kalkbrennofen an der Stadtkirche und am Garnkorb mit dem Bohlenweg sowie die vielen Vorlesungen an der Volkshochschule.

Marienverehrung und Standesbewusstsein – Eine spätmittelalterliche Bildstickerei aus dem Adeligen Kloster Preetz

Ein bemerkenswerter spätmittelalterlicher Wandbehang steht im Zentrum der neuesten Sonderveröffentlichung des Heimatvereins.

Prof. Dr. Detlev Kraak und Jens Meyer widmen ihre Publikation neben einer detaillierten Beschreibung des Leinentuches, auf dem u. a. die Verkündigung an Maria und eine Krönung Mariens zu sehen sind, auch der Deutung des Tuches und seiner Bildfelder sowie eine Einordnung in den wirtschaftlichen, sozialen und theologischen Hintergrund seiner Entstehungszeit. Dabei tritt zum einen eine große Verehrung für die Jungfrau, Gottesmutter und Himmelskönigin Maria offen zu Tage.

Das bestickte Preetzer Leinentuch von ca. 250 cm x 95 cm bestickter Fläche zeigt in fünf übereinander angeordneten, von Rankenbordüren eingefassten Bildfeldern Szenen aus dem Leben Mariens, aber darüber hinaus auch die Wappen und Helmzierden zweier bedeutender Adelsfamilien der Zeit, der Sehestedts und der Rathlows. Es ist derzeit Teil der Dauerausstellung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf.

 

Die Sonderveröffentlichung kann auf Anfrage für 4 € beim Heimatverein erworben werden. Restexemplare sind noch verfügbar.

Bibliographische Angaben:

Detlev Kraack & Jens Meyer: Marienverehrung und Standesbewusstsein – Eine spätmittelalterliche Bildstickerei aus dem Adeligen Kloster Preetz eröffnet Zugänge zur Frömmigkeits- und Mentalitätsgeschichte, Preetz 2021 (Dokumentation zur Geschichte der Stadt Preetz und Umgebung, Bd. V) (67 S.; zahlr. farb. Abb.; großformatige Faltbeilage mit Gesamtabbildung des bestickten Leinentuches; ISBN 978-3-86026-280-1)

Öffnungszeiten

 

Samstag

Sonntag

15.00 - 17.00 Uhr

 

Eintritt frei (Spende erbeten)!

(Gruppen: 20,00 Euro)

Museum Preetz
Mühlenstraße 14
24211 Preetz
Telefon: (0 43 42) 18 88 (Anrufbeantworter)
E-Mail: info@museum-preetz.de